Von der Redaktion VPN Austria ·
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Fazit und Noten
Note VPN Austria
Fazit: ExpressVPN glänzt bei Streaming und Tempo auf nahen Servern und hat eine frische KPMG-Prüfung. Das kleinere Servernetz und das teure Monatsabo sind die Preise dafür.
Preis: ca. 2,99 €/Monat · Ideal für: Datenschutz mit Nachweis
- No-Logs-Zusage geprüft von KPMG (2025)
- Netflix USA, Disney+ und BBC iPlayer laufen
- Nur 2 % Tempoverlust auf nahen Servern (Top10VPN, September 2026)
- Server in 113 Ländern
- Monatsabo teuer: 14,99 €
- Kein kostenloser Tarif
Zuerst der Eindruck: ein Streaming-Profi
ExpressVPN ist in unserer Rangliste auf Platz 3, mit 9,5 Punkten gleichauf mit Proton VPN. Der Dienst fällt vor allem durch Streaming auf. Laut Top10VPN laufen Netflix USA mit 18 Bibliotheken, Disney+ und BBC iPlayer, insgesamt funktionierten im September 2026 115 von 120 getesteten Streamingdiensten. Das ist ein außergewöhnlich hoher Wert, den du bei kaum einem anderen Anbieter siehst.

Dazu kommt ein weiterer Pluspunkt: Auf nahen Servern verliert ExpressVPN nur 2 % Tempo. Wenn du in Wien, Graz oder Linz auf einen Server im Nachbarland zugreifst, merkst du kaum einen Unterschied zur normalen Leitung.
Preise und Laufzeiten
Auf der deutschen Preisseite steht für den günstigsten Tarif Basic:

- 1 Monat: 14,99 €, die Verlängerung kostet ebenfalls 14,99 € pro Monat.
- 12 Monate: 4,99 € pro Monat plus 3 Gratismonate. Die erste Abrechnung beträgt 74,85 € für 15 Monate.
- 24 Monate: 2,99 € pro Monat plus 4 Gratismonate. Die erste Abrechnung beträgt 83,72 € für 28 Monate.
Für die Verlängerung nach den langen Laufzeiten nennt die Seite 79,95 € pro Jahr. Das sind rund 6,66 € im Monat. Der Einstieg ist also günstig, der Folgepreis aber mehr als doppelt so hoch wie die 2,99 € der 24-Monats-Variante. Wenn du den Dienst nach zwei Jahren weiter nutzen willst, solltest du den Preis vorher vergleichen.
Das Rückgaberecht für neue Kunden beträgt 30 Tage, 10 Geräte lassen sich im Basic-Tarif gleichzeitig verbinden. Einen Gratis-Tarif gibt es nicht.
Sicherheit, Gerichtsstand und Prüfungen
Das Unternehmen sitzt auf den Britischen Jungferninseln, die Eigentümerin ist die Kape Technologies, die ExpressVPN 2021 gekauft hat. Diese Angaben stützen sich auf den Testbericht von Top10VPN vom September 2026. Der Standort außerhalb der großen Überwachungsbündnisse spricht für den Datenschutz.

Die No-Logs-Zusage wurde von KPMG nach dem Standard ISAE 3000 Type 1 geprüft, mit Stand vom Februar 2025. Davor gab es 2019 eine Prüfung von PwC und 2023 eine von KPMG. Type 1 heißt dabei, dass die Prüfer den Aufbau der Kontrollen zu einem Stichtag beurteilen, nicht über einen längeren Zeitraum. Das ist ein Unterschied zu den fortlaufenden Prüfungen mancher Konkurrenten, aber immer noch ein unabhängiger Nachweis.
Technisch bietet ExpressVPN das eigene Protokoll Lightway als Standard, daneben OpenVPN und WireGuard. Der Kill Switch heißt Network Lock und blockiert den Datenverkehr, wenn die VPN-Verbindung abbricht.
Tempo
Top10VPN misst im September 2026 auf nahen Servern etwa 98 Mbit/s mit nur 2 % Tempoverlust, der beste Wert der zehn Dienste im Vergleich. Auf internationalen Verbindungen sind es 85 Mbit/s bei 15 % Verlust. Die Werte gelten für die Testleitung von Top10VPN. Wie schnell du tatsächlich bist, hängt von deinem Anschluss ab, also davon, ob du per Kabel, Glasfaser oder Mobilfunk bei A1, Magenta oder Drei surfst.
ORF ON und lokale Sender im Ausland
Auch lokale Mediatheken laufen laut Comparitech 2026 mit ExpressVPN, darunter der ORF. Wer im Ausland die ORF-Mediathek nutzen will, verbindet sich mit einem Server in Österreich und öffnet ORF ON. Praktisch ist das etwa für Studierende im Auslandssemester oder für Leute, die zum Skifahren in einem Nachbarland sind und abends ihre gewohnte Sendung sehen möchten. Weil Plattformen ihre Sperren anpassen, gilt auch hier: Prüfe es in der Rückgabefrist.
Server und Netz
Auf der Serverseite nennt ExpressVPN 113 Länder; eine ältere Zeile auf der Startseite spricht noch von 105. Wie viele Server es sind, sagt das Unternehmen nicht, Top10VPN zählt 13.360. Im Vergleich zu NordVPN mit 150 Ländern ist das Netz kleiner. In der Kriterienwertung ergibt das 7,53 Punkte beim Servernetz, der niedrigste Wert des Dienstes.
Die Bewertung nach Kriterien
Die Gesamtnote 9,05 setzt sich so zusammen: Sicherheit und Datenschutz 10, Streaming 10, Geschwindigkeit 9,12, Servernetz 7,53, Preis 7,02 und Bedienung 10 Punkte. Auf der Methodikseite steht, wie die Kriterien gewichtet sind. Auffällig ist, dass ExpressVPN beim Preis nur etwas mehr als 7 Punkte erreicht, weil das Monatsabo bei 14,99 € liegt und der 24-Monats-Tarif zwar günstig ist, aber nicht ganz so billig wie bei IPVanish oder Surfshark.
Die Qualität bestimmt die Reihenfolge. Die Provision entscheidet nur zwischen gleichwertigen Angeboten.
Wann ExpressVPN die richtige Wahl ist
- Du streamst viel und willst eine möglichst hohe Trefferquote bei Mediatheken.
- Du verbindest dich meist mit nahen Servern und möchtest kaum Tempo verlieren.
- Du legst Wert auf eine frische Prüfung der No-Logs-Zusage.
Nicht ideal ist ExpressVPN, wenn du das günstigste Angebot suchst oder Server in sehr vielen kleinen Ländern brauchst.
Kosten über zwei Jahre im Vergleich
Wer ExpressVPN langfristig nutzt, sollte nicht nur den Einstiegspreis sehen. Im 24-Monats-Tarif zahlst du einmal 83,72 € und bekommst dafür 28 Monate, also vier Monate mehr als bezahlt. Danach kostet jedes weitere Jahr 79,95 €. Für 40 Monate (28 Monate plus ein Verlängerungsjahr) ergibt sich damit ein Betrag von rund 163,67 €. Im 12-Monats-Tarif zahlst du für das erste Jahr 74,85 € und bekommst 15 Monate, anschließend ebenfalls 79,95 € pro Jahr.
Die Rechnung zeigt: Der 24-Monats-Tarif lohnt sich vor allem dann, wenn du ihn wirklich so lange nutzt. Wer unsicher ist, startet mit 12 Monaten und prüft in der Zeit, ob Streaming, Tempo und Bedienung passen. Das Rückgaberecht von 30 Tagen schützt dich in beiden Fällen.
Tipps für die Einrichtung
Installiere die App auf allen Geräten, die du schützen willst, und aktiviere in den Einstellungen den Kill Switch. Beim ersten Start schlägt die App automatisch einen Server vor, der meist im Land mit der besten Leistung liegt. Für ORF ON im Ausland wählst du manuell Österreich. Wenn ein Streamingdienst trotzdem blockiert, hilft oft ein Wechsel auf einen anderen Server im selben Land oder ein Neustart der Streaming-App.
Die zehn gleichzeitigen Verbindungen reichen für die meisten Haushalte. Sind es mehr Geräte, kannst du den Router mit einer VPN-Verbindung einrichten, falls dein Gerät das unterstützt; die Details dafür liefert der Dienst in seiner Hilfe.
Was ExpressVPN von der Konkurrenz trennt
Vergleichst du die Spitzengruppe, ergibt sich ein klares Bild. NordVPN hat mehr Prüfungen und mehr Länder, IPVanish ist günstiger und hat keine Geräteobergrenze, Proton VPN bietet eine Gratisversion und sitzt in der Schweiz. ExpressVPN punktet dagegen mit der breiten Streamingabdeckung und dem geringen Tempoverlust auf nahen Servern. Wenn Streaming dein Hauptgrund für ein VPN ist, ist ExpressVPN die logische Wahl der Spitzengruppe. Wenn dir der Preis wichtiger ist, lohnt der Blick auf die Nachbarn in der Rangliste.
Protokolle, Kill Switch und Geräte
ExpressVPN setzt standardmäßig auf Lightway, ein eigenes Protokoll des Unternehmens. Alternativ stehen OpenVPN und WireGuard bereit. Ein Kill Switch ist vorhanden und heißt bei ExpressVPN «Network Lock»: Reißt die VPN-Verbindung ab, sperrt er den Datenverkehr, bevor deine echte Adresse sichtbar wird. Das ist vor allem im öffentlichen WLAN am Bahnhof oder im Zug nützlich, wo die Verbindung öfter kurz wegbricht. Im günstigsten Tarif Basic darfst du 10 Geräte gleichzeitig verbinden. Für ein Paar mit je Handy, Laptop und Tablet reicht das bequem, bei einer größeren Familie wird es dagegen eng.
Wem der Dienst gehört
Hinter ExpressVPN steht Kape Technologies, die das Unternehmen 2021 gekauft haben. Rechtlich sitzt der Dienst auf den Britischen Jungferninseln. Zur selben Firmengruppe gehört auch CyberGhost, das in unserer Rangliste auf Platz 6 steht. Das spricht nicht gegen den Dienst, aber du solltest es wissen, wenn dir die Eigentümerstruktur wichtig ist. Als Gegengewicht gibt es die Prüfungen: PwC 2019, KPMG 2023 und zuletzt KPMG 2025 nach ISAE 3000 Typ 1, gültig zum Stichtag Ende Februar 2025.
Sprache und Zahlen zum Netz
Die Seite von ExpressVPN gibt es auch auf Deutsch, die Preise oben stammen von dieser Seite. Zur Größe des Netzes nennt das Unternehmen 113 Länder auf der Serverseite, eine ältere Zeile auf der Startseite spricht noch von 105. Die Zahl der Server gibt ExpressVPN nicht an. Top10VPN zählt 13 360 Server, das ist aber eine Fremdangabe und keine Firmenzahl. Nimm die Länderzahl deshalb als Richtwert.
Einrichtung in der Praxis
Installiere die App, melde dich an und lass das Standardprotokoll Lightway eingestellt. Prüfe danach, ob Network Lock aktiv ist, und wähle für ORF ON einen Server in Österreich. Nutze die 30 Tage Rückgabe, um deine wichtigsten Dienste durchzutesten, bevor du dich für 15 oder 28 Monate festlegst.
Fazit
ExpressVPN ist ein stark auf Streaming und Tempo getrimmter Dienst mit einer aktuellen KPMG-Prüfung. Der Preis im Monatsabo und die höhere Verlängerung sind die größten Schwächen. Wer sparen will, schaut bei IPVanish vorbei, wer ein größeres Gratis- oder Schweizer Angebot sucht, bei Proton VPN.
Alternativen zu ExpressVPN
- IPVanish Österreich: Fernsehen und Streaming im Ausland (Note 9,5)
- Proton VPN Österreich: Datenschutz mit Nachweis (Note 9,5)
Häufige Fragen
Was kostet ExpressVPN in Österreich?
Das Monatsabo kostet 14,99 €. Der 12-Monats-Tarif liegt bei 4,99 € pro Monat, der 24-Monats-Tarif bei 2,99 € pro Monat. Nach der ersten Laufzeit kostet die Verlängerung 79,95 € pro Jahr.
Wie viele Länder deckt ExpressVPN ab?
Die Serverseite nennt 113 Länder. Eine Zahl für die einzelnen Server gibt das Unternehmen nicht an.
Wer hat ExpressVPN geprüft?
KPMG hat die No-Logs-Zusage nach ISAE 3000 Type 1 geprüft, zum Stichtag Ende Februar 2025. Zuvor gab es Prüfungen von PwC im Jahr 2019 und von KPMG im Jahr 2023.
Funktioniert ORF ON mit ExpressVPN im Ausland?
Laut Comparitech läuft der ORF-Zugriff mit ExpressVPN im Jahr 2026. Du wählst dafür einen Server in Österreich.
Wie schnell ist ExpressVPN?
Top10VPN misst im September 2026 rund 98 Mbit/s auf nahen Servern bei nur 2 % Verlust, das ist der beste Wert der zehn verglichenen Dienste. International sind es 85 Mbit/s bei 15 % Verlust.
Gibt es einen Gratis-Tarif?
Nein. Es gibt aber 30 Tage Rückgaberecht für Neukunden.
