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OVPN in Österreich: eigene Server und Gerichtserfolg, aber kleines Netz

OVPN liegt in der Rangliste auf Platz 26 mit 7,8 Punkten. Die schwedische Marke betreibt eigene Server ohne Festplatte und hat ihre No-Logs-Praxis vor Gericht verteidigt, bietet aber nur 20 Länder und kurze Rückgabe.

Von der Redaktion VPN Austria ·

Transparenz: Die Buttons führen zur Website des jeweiligen Anbieters. Platz und Note stehen unabhängig davon fest. So kommen die Noten zustande.

Fazit und Noten

OVPN Logo7,8von 10
Note VPN Austria

Fazit: OVPN betreibt 96 eigene Server ohne Festplatte, bietet WireGuard und OpenVPN, und ein Gericht in Stockholm wies 2020 einen Antrag auf Nutzerdaten ab. Dem stehen 20 Länder, nur 10 Tage Rückgabe, 5 Geräte im Jahrestarif und ein fehlender aktueller Tempotest gegenüber.

  • Sicherheit und Datenschutz 4,0/10
  • Streaming 3,3/10
  • Geschwindigkeit 5,0/10
  • Servernetz 1,3/10
  • Preis 3,0/10
  • Bedienung 4,0/10

Preis: ca. 4,99 €/Monat · Ideal für: Hohes Tempo

  • No-Logs-Praxis 2020 vor einem Gericht in Stockholm gestützt
  • Netflix USA läuft
  • Eigene Server ohne Festplatten
  • Läuft nicht: Disney+ und BBC iPlayer
  • Kein vergleichbarer Tempotest veröffentlicht
  • Nur 20 Serverländer

Die Qualität bestimmt die Reihenfolge. Die Provision entscheidet nur zwischen gleichwertigen Angeboten.

OVPN im Überblick

OVPN ist eine schwedische Marke, rechtlich betreibt aber OVPN Inc. mit Sitz in den USA den Dienst. Das Team kommt aus Schweden, Ungarn, Rumänien und der Ukraine, und der Dienst besteht nach eigener Aussage seit 12 Jahren. Zur Eigentümerfrage gibt es unterschiedliche Angaben, deshalb legen wir uns hier nicht fest. In der Rangliste steht OVPN auf Platz 26 mit 7,8 Punkten.

Startseite von OVPN am Computer – VPN Österreich im Test
Screenshot: ovpn.com, Oktober 2026

Die Stärke von OVPN liegt im Datenschutz und in der eigenen Technik, die Schwäche in der Größe des Netzes und in der kurzen Rückgabe. Das Profil passt zu Menschen, die genau wissen wollen, wie ihr Anbieter arbeitet.

Was OVPN kostet

Die Preise stehen in Euro auf der Preisseite von ovpn.com:

Preisseite von OVPN – VPN Österreich im Test
Screenshot: ovpn.com, Oktober 2026

Einen Tarif mit 24 Monaten gibt es nicht, die Laufzeiten sind 1, 12 und 36 Monate. Deshalb gilt in der Rangliste der Jahrestarif als Vergleichspreis. Der Monatstarif ist mehr als 2-mal so teuer wie der Jahrestarif. Wer nur kurz einen Dienst braucht, zahlt also viel für die Flexibilität. Die Preisseite nennt keinen Preis für die Verlängerung, rechne deshalb mit dem Listenpreis und prüfe ihn vor dem Ablauf. Gerade weil der günstigste Preis nur bei langer Bindung gilt, ist die kurze Rückgabe ein Nachteil.

Rückgabe, Testphase und Geräte

Die Rückgabe-Garantie beträgt nur 10 Tage. Einen Gratisplan gibt es nicht, die Preisseite zeigt nur bezahlte Tarife. Du solltest den Dienst also gleich nach dem Kauf auf allen Geräten ausprobieren. Wie viele Geräte du anmelden darfst, hängt vom Tarif ab: 4 Geräte im Monatstarif, 5 im Jahrestarif und 7 im Tarif mit 36 Monaten. Für eine Familie mit mehreren Handys und Laptops kann der Jahrestarif knapp werden.

Startseite von OVPN auf dem Smartphone – VPN Österreich im Test
Screenshot: ovpn.com, Oktober 2026

Server und Länder

OVPN betreibt 96 eigene Server ohne Festplatte in 32 Städten. Gezählt werden 20 Länder: Österreich, Australien, Kanada, die Schweiz, Deutschland, Dänemark, Spanien, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, die Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Singapur, die Ukraine und die USA. Die Länderzahl ist aus der Städteliste gezählt. Dass Österreich dabei ist, ist für dich ein Vorteil, weil ein Server im eigenen Land kurze Wege und österreichische IP-Adressen bietet. Das Netz ist klein: 20 Länder bringen in der Wertung nur 1,33 Punkte.

Server ohne Festplatte laufen nur im Arbeitsspeicher. Nach einem Neustart ist nichts mehr gespeichert. Dass die Server dem Anbieter selbst gehören, ist ein Pluspunkt, weil kein fremdes Rechenzentrum den Zugang kontrolliert.

Protokolle und Kill Switch

OVPN bietet WireGuard und OpenVPN (UDP und TCP). IKEv2 wird nicht genannt. Der Kill Switch ist laut Comparitech standardmäßig eingeschaltet. Er trennt dein Gerät vom Netz, wenn das VPN abreißt. Die Angabe stammt aus dem Test von 2022, ob sich seither etwas geändert hat, sagt die Quelle nicht.

Datenschutz: Gericht statt Prüfung

Eine unabhängige Prüfung der No-Logs-Zusage ist nicht bekannt. Dafür gibt es ein Gerichtsurteil. Das Patent- und Marktgericht in Stockholm wies im September 2020 den Antrag der Rights Alliance zurück, Nutzerdaten von OVPN herauszugeben. Das steht im Blog bei ovpn.com und wird von Comparitech bestätigt. Der Fall zeigt, dass OVPN die Daten nicht liefern wollte oder konnte, er ersetzt aber keine Prüfung durch Dritte. Ein Gericht klärt einen einzelnen Antrag und untersucht nicht die ganze Technik.

In der Wertung bringt das 5 Punkte für den Gerichtsfall. Weil der Betreiber in den USA sitzt, die zu den Five Eyes gehören, wird 1 Punkt abgezogen. Am Ende steht die Sicherheitsnote 4.

Tempo

Ein unabhängiger Tempotest liegt nicht vor, deshalb vergibt die Rangliste 5 Punkte als Mittelwert. Comparitech nennt im Jahr 2022 ein globales Mittel von 428 Mbit/s, in Europa 406 Mbit/s, gemessen mit OpenVPN. Dieselbe Seite zeigt in einer Vergleichstabelle 61,3 Mbit/s. Die Zahlen widersprechen sich, und der Test ist über 4 Jahre alt. Wir werten ihn deshalb nicht als Tempoangabe.

Streaming

Laut Comparitech läuft Netflix USA, ebenso in Deutschland und Schweden. Hulu, Prime Video und ITVX funktionieren. Disney+ und BBC iPlayer laufen nicht. Der Test stammt von 2022, es kann sich seither einiges geändert haben. Die Wertung gibt 3,33 Punkte, weil nur Netflix USA zählt.

Sprache und Bedienung

Die Webseite gibt es auf Englisch, Schwedisch, Deutsch und Norwegisch. Die deutsche Seite erleichtert dir den Kauf, Anleitungen und Support-Texte findest du aber nicht überall auf Deutsch. Die Bedienung erreicht 4 Punkte, denn die Rückgabe von nur 10 Tagen kostet 2 Punkte.

OVPN im Alltag in Österreich

Für Fälle wie das Hotel-WLAN, das Homeoffice oder die Bahnfahrt ist die Technik von OVPN ordentlich. Der Server in Österreich hilft, wenn du Seiten mit österreichischer IP-Adresse brauchst. Mehr als 20 Länder bietet der Dienst nicht, für ferne Standorte außerhalb von Europa, Nordamerika und Teilen Asiens musst du anderswo suchen.

Die Laufzeiten im Vergleich

Die Laufzeit entscheidet bei OVPN stark über den Preis. 12 einzelne Monatstarife würden 144 € kosten, der Jahrestarif kostet 59,88 €. Das spart 84,12 €. Der Dreijahrestarif kostet 151,92 €. Einzelne Monate summieren sich dafür auf 432 €, das sind 280,08 € mehr. Der Tarif mit 36 Monaten hat zudem den Vorteil von 7 Geräten statt 5. Der Nachteil ist, dass du dich lange bindest und nur 10 Tage Rückgabe hast. Wer sich unsicher ist, sollte mit dem Jahrestarif beginnen.

Warum die Preisnote niedrig ist

Die Preisnote beträgt 3,02 Punkte. Die Formel der Rangliste vergibt 10 Punkte für 1,50 € im Monat und zieht 2 Punkte je Euro mehr ab. Mit 4,99 € im Jahrestarif bleiben gut 3 Punkte. Weil es keinen Tarif mit 24 Monaten gibt, zählt der Jahrestarif als längster Tarif bis 24 Monate. Das Preisniveau ist damit höher als bei Billigdiensten, aber ähnlich wie bei anderen Anbietern mit Schwerpunkt auf Datenschutz.

Was in den Quellen fehlt

Einiges ist offen. Der Preis nach dem ersten Abrechnungszeitraum steht nicht auf der Preisseite. Einen aktuellen Tempotest gibt es nicht, der Streamingtest ist von 2022, und die Eigentumsverhältnisse werden unterschiedlich dargestellt. Wenn dir eine dieser Fragen wichtig ist, sprich vor dem Kauf mit dem Support des Anbieters. Nutze auch die 10 Tage Rückgabe für einen gründlichen Test auf deinem eigenen Anschluss.

Für wen OVPN passt

OVPN passt, wenn dir eigene Hardware, Datenschutz und ein Standort in Österreich wichtig sind und du mit einem kleinen Netz auskommst. Es passt weniger, wenn du viele Länder, lange Rückgabe oder aktuelle Tempotests suchst.

Was du vor dem Kauf klären solltest

Die Teilnoten von OVPN

Aus den 6 Kriterien der Rangliste ergeben sich für OVPN diese Teilnoten:

So entsteht die Wertung

Alle Dienste der Rangliste werden nach denselben 6 Kriterien bewertet. Jedes Kriterium bekommt 0 bis 10 Punkte und geht mit einem festen Gewicht in die Gesamtnote ein: Sicherheit und Datenschutz mit 25 %, Streaming mit 20 %, Tempo, Servernetz und Preis mit je 15 %, Bedienung mit 10 %. Beim Preis zählt der Monatspreis des längsten Tarifs bis 24 Monate: 1,50 € ergeben 10 Punkte, für jeden Euro mehr gibt es 2 Punkte weniger. Beim Servernetz teilt sich die Zahl der Länder durch 15, 150 Länder ergeben also die volle Punktzahl. Bei der Bedienung zählen die gleichzeitigen Geräte, die Rückgabefrist, ein möglicher Gratistarif und eine Webseite in deiner Sprache.

Die Gesamtnote von 7,8 Punkten ergibt sich aus den Teilnoten oben und wurde nicht von Hand gesetzt.

Alternativen zu OVPN

Häufige Fragen

Was kostet OVPN in Österreich?

Das Monatsabo kostet 12,00 €. Der Tarif mit 12 Monaten kostet 4,99 € pro Monat, die erste Abrechnung beträgt 59,88 €. Einen Tarif mit 24 Monaten gibt es nicht.

Gibt es einen längeren Tarif bei OVPN?

Ja, es gibt einen Tarif mit 36 Monaten für 4,22 € pro Monat. Die erste Abrechnung beträgt dann 151,92 €.

Wie viele Geräte erlaubt OVPN?

Das hängt vom Tarif ab: 4 Geräte im Monatstarif, 5 im Jahrestarif und 7 im Tarif mit 36 Monaten.

Wie lange kann ich OVPN zurückgeben?

Die Rückgabe-Garantie beträgt 10 Tage. Einen Gratisplan gibt es nicht.

Wurde OVPN von außen geprüft?

Eine unabhängige Prüfung der No-Logs-Zusage ist nicht bekannt. Das Patent- und Marktgericht in Stockholm wies im September 2020 einen Antrag der Rights Alliance auf Nutzerdaten ab. Ein Gerichtsverfahren ist aber keine Prüfung.

Wie viele Server und Länder hat OVPN?

OVPN nennt 96 eigene Server ohne Festplatte in 32 Städten und 20 Ländern, darunter Österreich.

Funktioniert Netflix mit OVPN?

Laut Comparitech funktioniert Netflix USA, ebenso Hulu, Prime Video und ITVX. Disney+ und BBC iPlayer laufen nicht. Der Test stammt von 2022.

Welche Protokolle bietet OVPN?

WireGuard und OpenVPN (UDP und TCP). Ein Kill Switch ist standardmäßig eingeschaltet.